Freitag, 20.04.2018

Die meisten kennen das spannende Gefühl, wenn nach einer Bewerbung das Vorstellungsgespräch ansteht: Denn jetzt rückt der Traumjob in greifbare Nähe. Bei der Wahl des richtigen Outfits tun sich viele jedoch schwer, denn allgemeingültige Regeln gibt es nicht. „Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten sich Bewerber am besten rechtzeitig informieren, welche Kleiderordnung im jeweiligen Unternehmen während der Arbeitszeit herrscht und das Outfit daran ausrichten“, raten Personalberater. „Allerdings kommt es beim Bewerbungsgespräch auch darauf an, sich wohl zu fühlen und sich nicht zu verkleiden - das merken die Chefs oder Personalentwickler.“ Wie wäre es stattdessen also mit einem angesagten Longblazer, darunter eine Bluse (die übrigens nicht zwingend weiß sein muss), kombiniert mit einer schlichten Röhrenhose und modernes Mokassins? Fertig ist ein schickes und zugleich modisch elegantes Outfit. Gehört das Unternehmen zu einer jungen, kreativen Branche, kann der gleiche Longblazer auch hervorragend mit einem frechen Printshirt kombiniert und die Mokassins gegen schlichte Sneaker ausgetauscht werden.

 

Bei aller Individualität gibt es dennoch ein paar Regeln, die bei der Auswahl des richtigen Outfits helfen:

 

· Ordentlich und gepflegt zu erscheinen,

  ist eigentlich selbstverständlich. Das

  bedeutet auch, dass die Kleidung

  gewaschen und ggf. gebügelt und die

  Schuhe geputzt sind.

 

· Grundsätzlich gilt: Keine Freizeitkleidung.

  Also keine kurzen Hosen, Mützen

  oder Flip-Flops.

 

· Männer wirken im Anzug gut angezogen.

  Wie dieser kombiniert wird, ob ganz

  seriös mit hellem Hemd und Krawatte

  oder lockerer mit Shirt und Sneakers

  hängt von der Branche ab.

 

· Weniger ist mehr: Das gilt für Schminke

  ebenso wie für Parfum. Dezent aufge-

  tragen vermittelt beides Klasse. Das trifft

  auch auf Accessoires zu: Ein Paar schlichte

  Ohrringe, Kette und Uhr reichen aus, um

  positiv aufzufallen.

 

· Weniger ist mehr gilt auch für das Spiel

  mit weiblichen Reizen: Minirock sollte

  genauso tabu sein wie enganliegende

  Shirts und Highheels. Das würde nur vom

  Wesentlichen ablenken (deiner Person)

  und Vorurteile erzeugen.

 

- Foto: MaxFrost/shutterstock.com - 

Freitag, 20.04.2018

Die Schule ist endlich geschafft. Doch wie und wo geht es dann weiter? Ausbildung oder Studium? Welche Fachrichtung oder welche Branche?
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Wie also die richtige Entscheidung treffen?

 

Felix Schürholz kann wertvolle Tipps geben, denn er ist Entscheidungscoach und berät auch junge Menschen in der Berufsfindungsphase. Unsere Autorin Julia Würfel, die selbst in der Personalabteilung der Hochschule Rosenheim unter anderem Vorstellungsgespräche betreut, hat bei ihm nachgefragt.

 

Was ist das Wichtigste, um eine Entscheidung treffen zu können?

Keine Angst zu haben. Es gibt viele Menschen die sich vor negativen Konsequenzen oder Verlusten fürchten. Stattdessen solltest du jede Entscheidung als Chance sehen.

 

Wie sieht der erste Schritt aus, wenn es darum geht, sich für eine Ausbildung bzw. einen Beruf zu entscheiden?

Dich zu orientieren und herausfinden, was dir wirklich wichtig ist. Am besten du schreibst deine Gedanken in einer Art Tagebuch auf. Dabei solltest du dir überlegen, was dir in deinem späteren Beruf wichtig ist: Wo liegen deine Interessen? Was möchtest du später erreichen? Hast du die Bereiche Familie und Freunde, Freizeit, Gesundheit und Deine Werte, bei der Entscheidung ausreichend berücksichtigt?

 

Wie geht’s dann weiter?

Nimm dir Zeit, um möglichst viel auszuprobieren. Durch Praktika und Nebenjobs kannst du im Vorfeld gut herausfinden, ob deine Vorstellungen von einem Beruf mit der Realität übereinstimmen. Schnuppere am besten in verschiedene Bereiche hinein und sammle Erfahrungen. Auch schlechte Erfahrungen lohnen sich übrigens, denn sie zeigen dir was du nicht möchtest.

 

Wie wichtig ist die Meinung der eigenen Eltern?

Die Meinung der Eltern kann hilfreich sein. Ein gegenseitiger Austausch ist dabei sehr wichtig. Versuche deine Eltern zu verstehen, denn sie wollen in der Regel nur das Beste für dich, dazu gehört zum Beispiel auch Sicherheit. Aber erkläre ihnen auch deine Wünsche und Vorstellungen. Denn es geht ja schließlich um dein Leben.

 

Wie weiß ich, ob ich die richtige Entscheidung treffe?

Das ist im Vorfeld schwer zu sagen. Aber du kannst dich selbst testen, indem du dir beispielsweise vorstellst, wie du dich zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit dieser Entscheidung fühlen würdest: in zehn Minuten, in zehn Wochen oder in zehn Jahren.

 

Lohnt es sich „nochmal eine Nacht darüber zu schlafen"?

Ja, das solltest du auf jeden Fall tun. Eine Entscheidung mit ein bisschen zeitlichem Abstand erneut zu betrachten ist sehr sinnvoll. Außerdem ist Schlaf wichtig, übermüdet und gestresst solltest du besser keine wichtigen Entscheidungen treffen.

 

Lieber nach Kopf entscheiden oder auf das Bauchgefühl hören?

Am besten ist eine ausgewogene Mischung aus Kopf, also Fakten, Bauch, und damit Gefühlen, und Beinen, damit sind deine konkreten Erfahrungen gemeint. Mach Dich auf den Weg und finde für Dich heraus, was dir wirklich wichtig ist.

 

Zum Nachlesen und für weitere interessante Infos zum Thema: „Decision Timing“ von Felix Schürholz

 

 

- Foto: Milles Studio/shutterstock.com - 

 

Freitag, 20.04.2018

Julia Würfel, die Autorin dieses Beitrags, stieg nach einem rechtswissenschaftlichen Studium in die Personalabteilung der Hochschule Rosenheim ein und betreut dort auch die Vorstellungsgespräche. Sie hat die wichtigsten Facts, Fragen und Tipps für euch zusammengefasst:

 

1. Gute Vorbereitung ist die halbe Miete
Am Tag davor:
- Pünktlichkeit ist das oberste Gebot! Daher für die Anreise genügend Puffer einplanen (Staus, Zugausfälle...). Bestenfalls 5-10 Minuten früher da sein. Falls es zeitlich wirklich knapp werden sollte, unbedingt bei der Firma anrufen.
- Antworten auf wichtige Fragen mit Freunden oder Familie durchgehen beispielsweise als Rollenspiel
Achtung: Niemals Wort für Wort auswendig lernen, das wirkt sehr unnatürlich im Gespräch.

Am Tag selbst:
– Duschen, Zähne putzen etc., ein gepflegtes Äußeres ist Pflicht
– angemessenes Outfit (abhängig von Branche) in schlichten Farben, für Frauen bedeutet das auf kurze Röcke, tiefe Ausschnitte, hohe Absätze sowie zu viel Schmuck und Parfüm zu verzichten. Männer sollten nie zu Kurzarmhemden, weißen Socken oder Turnschuhen greifen.

 

2. Wenn die Nervosität kommt: Kurz vor dem Gespräch
- tief durchatmen und sich seine eigenen Stärken bewusst machen
- eventuell kurz frisch machen, schweißnasse Hände sind bei der Begrüßung unvorteilhaft. Daran denken: Der erste Eindruck ist besonders wichtig.

 

3. Es geht los: Im Gespräch
- höflich für die Einladung bedanken und die Namen der Anwesenden merken bzw. kurz notieren
- Körperhaltung: aufrecht sitzen, Blickkontakt mit dem Gesprächspartner, offene und ruhige Handhaltung (nicht mit Haaren spielen etc.)
- Fragen gezielt beantworten und nicht um den heißen Brei herumreden
- nicht verstellen, authentisch und ehrlich auftreten
- deutlich und in verständlicher Lautstärke sprechen
- ausreden lassen und konzentriert zuhören, auch wenn es schon dem Ende zugeht

 

4. Endlich geschafft: Danach
- gegen Ende ein bis zwei Fragen stellen, das zeigt Interesse und Motivation
- höflich verabschieden und sich für das Gespräch am besten persönlich mit Namen bei den Gesprächspartnern bedanken

 

 

Mit diesen Fragen muss du rechnen:

- Fragen zu deinem bisherigen Werdegang (Ausbildung, Praktika, Auslandserfahrung etc.)
→ Wichtiges und Nützliches für die Firma besonders betonen

- Fragen zu Lücken im Lebenslauf (z.B. Reisen, Arbeitslosigkeit...)
→ auf Positives konzentrieren, z.B. erklären was du aus deinen Reiseerfahrungen gelernt hast

- „Warum haben Sie sich genau bei unserer Firma beworben?“
→ unbedingt vorab die Internetseite der Firma ansehen (Infos zu Gründung, Größe, Produkte etc.)

- „Was erwarten Sie von der Stelle bzw. wie stellen Sie sich Ihren Arbeitsalltag bei uns vor?“
→ genau überlegen und den Ausschreibungstext nochmals durchlesen

- Fragen zu den eigenen Stärken und Schwächen
→ gute Freunde oder die eigene Familie können dabei oft weiterhelfen

- Fragen zu Freizeitgestaltung und persönlichem Umfeld
→ Hobbys und soziale Kontakte sagen viel über deine Persönlichkeit aus

 

Tipp

Wenn‘s brenzlig wird, weil du bei einer Fachfrage absolut keine Ahnung hast?
→ unbedingt ehrlich bleiben aber Interesse an der Lösung zeigen

 

- Foto: tsyhun/shutterstock.com - 

Montag, 23.10.2017

Vom Tellerwäscher zum Millionär – ein Mythos, der mit der Arbeitswirklichkeit sehr wenig zu tun hat. Denn Voraussetzung für ein weitgehend erfolgreiches Berufsleben ist und bleibt eine solide Ausbildung. So sind Menschen ohne Berufsausbildung viermal so häufig von Arbeitslosigkeit betroffen und haben oft erhebliche Probleme, einen neuen Job zu finden. Denn wer nach der Schule sofort in die Erwerbstätigkeit eintritt, hat in seinem Lebenslauf eine Ausbildungslücke – mit der Konsequenz, dass das Bewerbungsschreiben immer wieder automatisch aussortiert wird. Das kann sehr frustrierend wirken, denn auch wenn der Bewerber über jede Menge fachliches Know-how und praktisches Können verfügt, hat er häufig gar nicht die Chance, dies für einen qualifizierten Job unter Beweis zu stellen.

 

60 Prozent liegt der Bruttostundenlohn bei Personen mit einem Berufsabschluss

über dem von Ungelernten.

 

Neben den Chancen auf dem Arbeitsmarkt macht sich eine Ausbildung ganz deutlich bei der Bezahlung bemerkbar. Laut Statistik liegt der Bruttostundenlohn bei Personen mit einem Berufsabschluss um durchschnittlich etwa 60 Prozent über dem Niveau von Ungelernten. Summiert auf ein ganzes Arbeitsleben verdienen Arbeitsnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung in ihrem Erwerbsleben bis zu 300.000 Euro mehr als ungelernte Arbeitskräfte. Das hat auch Konsequenzen auf das spätere Rentenniveau.

 

300.000 Euro mehr in ihrem Arbeitsleben verdienen Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung im Vergleich zu ungelernten Arbeitskräften. 

 

Eine abgeschlossene Berufsausbildung berechtigt zu weiteren Karriereschritten. Denn nach erfolgreichem Abschluss kann man einen Meister, Techniker oder Fachwirt machen und sich dadurch zusätzlich qualifizieren. Viele Firmen bieten auch spannende Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des Betriebes an, dazu zählen beispielsweise die Positionen des Filial- oder Teamleiters. Und wer vom Lernen nicht genug bekommen kann, hat auch noch die Möglichkeit zu studieren. Denn wer eine abgeschlossene Berufsausbildung und mehrere Jahre Berufserfahrung vorweisen kann, hat die Möglichkeit auch ohne Abitur zu studieren, allerdings in fachverwandten Fächern, was sich fachgebundener Hochschulzugang nennt. Wer zudem die Meisterprüfung erfolgreich abgelegt hat, hat die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung.

 

- Foto: shutterstock.com - 

  • Mein Start - AusbildungsGuide
  • Mein Start - AusbildungsGuide
  • Mein Start - AusbildungsGuide

 

 

 


Firmen & Ausbildungsplätze