Freitag,
08.10.2021
Jugendarbeitsschutzgesetz

Jugendarbeitsschutzgesetz

Fünf Maßnahmen, die junge Menschen in der Arbeitswelt besonders schützen

1. Wen betrifft das Jugendarbeitsschutzgesetz? 

Alle arbeitenden Jugendlichen, die zwischen 15 und 18 Jahre alt sind. 

 

 

2. Wie lange darf ein Jugendlicher arbeiten? Die wöchentliche Arbeitszeit darf maximal 40 Stunden betragen, das bedeutet, die tägliche Arbeitszeit liegt bei acht Stunden. Wer zwischen viereinhalb und sechs Stunden am Tag arbeitet, dem steht eine dreißigminütige Pause zu. Ab sechs Stunden beträgt die Pausenzeit mindestens 60 Minuten. Grundsätzlich liegt die Arbeitszeit zwischen 6 und 20 Uhr, allerdings gibt es in verschiedenen Branchen, wie in der Landwirtschaft oder in einer Bäckerei, Ausnahmeregelungen. 

 

 

3. Wie viel Urlaub bekommt ein Jugendlicher? Der Urlaubsanspruch staffelt sich im Jugendarbeitsschutzgesetz (JARSCHG) nach dem Alter: Im JARSCHG ist dabei nur der gesetzliche Mindestanspruch geregelt, der Betrieb kann dem Angestellten natürlich auch mehr Urlaub gewähren. Stichtag für den Urlaubsanspruch ist jeweils der 1. Januar. Wird der Auszubildende also beispielsweise am 20. April 17 Jahre alt, erhält er 27 Werktage Erholungsurlaub, da er zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 17 Jahre alt war. 

 

 

4. Findet die Ausbildung nur im Lehrbetrieb statt? 

Die Kombination aus Theorie in der Berufsschule und Praxis im Betrieb ist deutschlandweit einzigartig. Insgesamt stehen dem Jugendlichen laut JARSCHG fünf Unterrichtsstunden zu, also damit ein Unterrichtstag pro Woche. Häufig ist der Unterricht allerdings in Blöcken zusammengefasst. An Prüfungstagen und jeweils einen Tag davor müssen minderjährige Auszubildende von ihrem Arbeitgeber frei bekommen. 

 

 

5. Sind gewisse Arbeiten für den Jugendlichen verboten? Da Jugendliche noch keine Erwachsene sind, schützt sie der Staat vor bestimmten Aufgaben. So sind laut dem JARSCHG gesundheitsgefährdende Arbeiten für Jugendliche verboten. Das gilt beispielsweise für Tätigkeiten, bei denen Jugendlichen außergewöhnlicher Hitze, Kälte und Nässe ausgesetzt sind oder gesundheitsschädlichem Lärm, gefährlichen Strahlen und Arbeitsstoffen. Auch Akkordarbeiten und Arbeiten, die Jugendliche sittlich gefährden, sind nicht erlaubt.

 

 

Foto: unsplash.com/aedrian

 

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